Der Förderverein Inklusionsschule Irbid – FII e.V.

fördert die Arab Episcopal School (AES) in Irbid, Jordanien

Seit der Gründung verfolgt die Schule das Ziel, mit zeitgemäßen Ansätzen den Bedürfnissen von blinden und sehbehinderten Kindern und Jugendlichen Rechnung zu tragen und ihnen eine bessere und hoffnungsvollere Zukunft zu ermöglichen. Für sie gab es zuvor in Irbid und Umgebung kein pädagogisches Angebot.

Die AES arbeitet nach friedenspädagogischen Grundsätzen und mit dreifacher Inklusion:
Gemeinsame Erziehung von

  • Christen und Muslimen
  • Jungen und Mädchen
  • Blinden und Sehenden Kindern

Unser Frühjahrs-Newsletter 2022

März 2022

Draußen grünt und blüht es und aus der Arab Episcopal School in Irbid gibt es einiges Neues zu berichten. Unser Frühjahrs-Newsletter erzählt vom „Internationalen Tag des weißen Stocks“, der neuen Solaranlage auf dem Schuldach, unserer Unterstützung speziell für Mädchen und vielem mehr.

Hier geht es zum Newsletter in deutscher Sprache.

 

Unsere Sonderausgabe des Newsletters zum Weihnachtsfest 2021

Dezember 2021

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Wir wünschen Ihnen allen ein gesegnetes und besinnliches Weihnachtsfest. Kommen Sie gut ins neue Jahr!

Trotz Corona gibt es tolle Neuigkeiten aus der AES. Ein Traum wurde wahr: im November konnten nach 3-monatiger Bauzeit die neuen Klassenräume für die Oberstufe eingeweiht werden. Unter erschwerten Bedingungen aufgrund gestiegener Rohstoffpreise und der anhaltenden Corona-Pandemie grenzt das an ein Wunder.

Hier geht es zur Sonderausgabe des Newsletters in Deutsch.

Hier geht es zur Sonderausgabe des Newsletters in Englisch.

Nachruf für Dr. Winfried Dalferth

September 2021

Am 17. September verstarb nach kurzer, schwerer Krankheit der 1. Vorsitzende unseres Fördervereins. Sein Tod hat viele Menschen an ganz verschiedenen Orten sehr bewegt, es passt einfach nicht zu diesem energiegeladenen, fröhlichen und warmherzigen Menschen, der mit seinen vielen Gaben und Interessen, seinem Humor und seiner Genauigkeit an so vielen Stellen in unserer Landeskirche und eben auch unserem Verein Dinge auf den Weg gebracht und angestoßen hat.

Vor allem aber trauern wir als Verein und als Schule mit seiner Frau und seiner Familie, die noch viel mehr verloren haben, als wir ermessen können.
Für uns als FII e.V. war Dr. Winfried Dalferth von existentieller Bedeutung! Der Verein wäre ohne ihn wahrscheinlich noch lange nicht entstanden; mit seinem Sachverstand und seiner Liebe auch zum Detail war er nicht nur unser „erster“ Vorsitzender, sondern auch Kopf und Herz des FII. Nicht zuletzt seinem Einsatz ist es zu verdanken, dass die Unterstützung der AES nun nachhaltig und in verlässlicher Form geschehen kann, dass die vielen Menschen, denen diese Schule am Herzen liegt, eine gemeinsame Plattform und ein Zentrum haben, in dem die Hilfe koordiniert und gebündelt wird.

„Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein.“ (1.Mose 12,2) – mit diesem Wort, das Gott einst dem Abraham zugesprochen hatte, haben wir im Oktober 2021 bei unserer ersten Mitgliederversammlung „ohne ihn“ an sein großes Engagement gedacht und uns an ihn erinnert.
Winfried Dalferth hat (so habe ich es empfunden) aus einer großen Dankbarkeit heraus gelebt – und hat aus dieser Dankbarkeit die Energie gezogen, mit der er für unsere Schule in Irbid tatsächlich zum Segen wurde. Ohne sich selbst in den Vordergrund zu stellen, hat er mit großer Genauigkeit und Weitsicht die Weichen für unseren Verein so gestellt, dass wir nachhaltig und gut unsere selbstgewählte Aufgabe erfüllen können.

Wir können und werden sein Andenken so bewahren, dass wir unseren Verein in seinem Sinn weiterführen und der Inklusionsschule helfen, sich weiterzuentwickeln – damit sie noch vielen sehbehinderten, blinden und sehenden Mädchen und Jungen, Christen und Muslimen zum Segen werden kann.

Für den Verein und den Vorstand des FII

Thomas Cornelius

Unser Sommer-Newsletter 2021

Juli 2021

Und schon ist der Sommer da – und damit auch unser aktueller Newsletter.

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Unser Frühjahrs-Newsletter 2021

März 2021

Unser Frühjahrs-Newsletter wurde an unsere Vereinsmitglieder und all jene, die die AES durch Spenden unterstützen, versendet.

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Neues Schulhalbjahr beginnt an der AES

Samir, der Gründer der Schule, berichtet uns aus dem Schulalltag im März 2021

Am 08. Februar 2021 begann das zweite Schulhalbjahr. Alle waren froh, dass die Zeit des Home Schooling vorbei war und wir wieder zur Schule gehen konnten. In drei Stufen sollten die Schülerinnen und Schüler ankommen. Bis zum 07. März wären alle vollständig dagewesen. Aber es war nicht möglich. Zwei Wochen nach der ersten Schülergruppe wurde durch die neu kommenden Schüler die Anzahl der Corona-Infizierten verdoppelt. So mußte die Rückkehr der Schüler an die Schule gestoppt warden.

Nun ist die Schule wieder bemüht, Fernunterricht zu erteilen. Dabei ist insbesondere der Fernunterricht für Blinde und Sehbehinderte schwierig, weil die technischen Voraussetzungen dafür oft fehlen. Die blinden Lehrer versuchen deshalb, den Schülerinnen und Schülern wo nur möglich Unterstützung zukommen zu lassen und ihnen den Unterricht zu erleichtern.

Nachdem die Zahl der von der Epidemie betroffenen Menschen täglich von 700 auf etwa 5.000 gestiegen ist und die Anzahl der täglichen Arbeitsstunden in den Geschäften verringert wurde, wurde Ende Februar beschlossen, nach fünfwöchiger Öffnung der Schule jeden Freitag vollständig zu schließen.

In Bezug auf die wirtschaftliche Situation in Jordanien, die sich aufgrund der Schließung vieler Unternehmen täglich verschlechtert, zeigen Statistiken in Jordanien, dass 24 Prozent der Jordanier arbeitslos geworden. 400.000 Menschen haben aufgrund der Epidemie ihre Arbeitsplätze verloren. Das sind nicht diejenigen, deren Arbeitszeit um 50 Prozent reduziert wurde.

In der Schule gab es erhebliche Verschiebungen bei den Schulgebühren, da nur eine kleine Zahl der Eltern trotz Schulschließungen die Schulgebühren weiter bezahlt. Dies wird sich im vor uns liegenden Schuljahr nicht ändern.

Da in Jordanien bisher nur wenige Impfstoffe angekommen sind, konnte leider nur eine kleine Anzahl von Menschen geimpft werden.

In Jordanien warten immer noch Hunderttausende Menschen auf ihre Impfung. Auch zum Beispiel mein Vater und meine Mutter, beide über 82 Jahre alt. Der Impfstoff wurde meiner Mutter gegeben, aber mein Vater wartet immer noch darauf, dass er an die Reihe kommt. Priorität hatten in Jordanien Ärzte und Krankenschwestern.

Wir beten zum Herrn, uns in dieser Katastrophe, die die Welt getroffen hat zu helfen, da wir wie in der ganzen Welt viele Menschen in Jordanien durch diese Epidemie verloren haben. Die Zahl der von der Epidemie in Jordanien betroffenen Menschen beträgt ungefähr 450.000 und die Todesfälle sind fast 5.000.

Pfarrer Samir Esaid
Schulgründer

Ein Teams des jordanischen Gesundheitsministeriums testete die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AES auf Corona.
In den ersten Tagen des zweiten Schulhalbjahres kam das epidemiologische Untersuchungsteam des jordanischen Gesundheitsministeriums in der AES vorbei und testete alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Corona.
Die Kinder an der Arab Episcopal School werden von einem Team der Caritas Jordan Association auf das Coronavirus getestet.
Ein medizinisches Team der Caritas Jordan Association testet die Schülerinnen und Schüler der Arab Episcopal School zu Beginn des zweiten Schulhalbjahres auf das Coronavirus.

DIE AES IN LYDIAS WELT

Februar 2021

Lydia schreibt darüber, wie es ist, blind zu sein. 2019 wurde ihr Blog für den Grimme Online Award nominiert. Wir freuen uns sehr, dass dort ein Beitrag über die AES erschienen ist.

Und mehr noch: Lydia hat über PayPal einen Money Pool eingerichtet. Alle, die möchten, können im Gegenwert eines Kaffees für die AES bis zum 31. März 2021 spenden.

Weitere Links:

Hier geht es zum Blog-Beitrag.

Hier geht es zum Money Pool.

Die Bloggerin Lydia Zoubek sitzt auf einem roten Sofa während sie strickt.
Die Bloggerin Lydia Zoubek

Coronavirus und die AES

Samir, der Gründer der Schule, schreibt am 20.03.2020 an die FII-Geschäftsstelle:

Wir fasten und beten viel für die Situation, mit der Hoffnung auf eine baldige Veränderung. Wir wollen daher nicht murren und es aus seiner Hand nehmen.

Bei uns unterscheidet sich der Zustand nicht groß von dem in Deutschland, mit der Ausnahme, dass es in Deutschland vermutlich noch mehr Lebensmittel in den Supermärkten gibt. Nicht existentiell notwendige Geschäfte sollen eigentlich geschlossen werden, wobei sich nicht jeder daran hält. Dieselbe Situation herrscht im öffentlichen Nahverkehr. Aus diesem Grund, wurden ab heute noch strengere Kontrollen eingeführt. Ob auch schon Strafen verhängt wurden, ist mir noch unbekannt. Die Grenzen der Stadtbezirke sind auch geschlossen worden. Wir kommen also erstmal nicht aus Irbid raus. Auch Flugzeuge kommen in der Regel ohne eine spezielle Genehmigung nicht rein oder raus.

Die Schule findet zurzeit auch nicht statt, wegen des Versammlungsverbots. Festgelegt wurde es erstmal auf 2 Wochen, aber die Coronafälle nehmen in Jordanien, trotz der Vorkehrungen, zu. Vielleicht wird diese Frist demnach verlängert. Die Schüler bekommen in dieser Zeit Unterricht übers Internet und/oder Fernsehen.

Marie Ann und auch die anderen beiden Volontärinnen haben schon vor einiger Zeit intensiven Kontakt zum Auswärtigen Amt aufgenommen. Aufgrund der Grenzschließungen wurden die Drei gestern von einem Auto der deutschen Botschaft abgeholt und nach Amman in ein Apartment gebracht, dass sie erstmal aus eigener Tasche zahlen müssen. Dort bleiben sie, bis sie hoffentlich bald ein Flugzeug nach Deutschland bringt. Wie lange das dauern wird, wissen wir jedoch leider nicht. Auch hier können wir nur dafür beten, dass es bald sein wird!

Ich hoffe sehr, dass sich die Lage bald etwas beruhigt hat, aber natürlich nehmen wir es aus Gottes Hand.
Ich bete für eure Gesundheit! Alles Liebe und Gottes Segen,

Pfarrer Samir Esaid
Schulgründer

Die AES wurde vom ZERO-Projekt mit einem Preis für ihre innovative Blindenarbeit ausgezeichnet

Februar 2020, Wien

Das Zero Project, eine Initiative der Essl Foundation, konzentriert sich auf die Rechte von Menschen mit Behinderungen weltweit. Es bietet eine Plattform, auf der die innovativsten und effektivsten Lösungen für Probleme von Menschen mit Behinderungen ausgetauscht werden. Das Zero-Projekt baut auf einem wachsenden Netzwerk von über 4.000 Organisationen und Behinderungsexperten mit und ohne Behinderung in über 160 Ländern auf. Mit seiner Konferenz, seinem Bericht und seinen Auszeichnungen verbreitet und fördert das Zero-Projekt reproduzierbare und innovative Lösungen, die die Probleme von Menschen mit Behinderungen überwinden, indem es die Öffentlichkeit für die Probleme sensibilisiert und Reformen anregt und so als Katalysator für eine Welt ohne Hindernisse fungiert. …

Im Verlauf des Programms erhalten die ausgewählten Initiativen in Zusammenarbeit mit lokalen ReplikationspartnernSchulungen, Mentoring, maßgeschneiderte Unterstützung, Vernetzung und Sichtbarkeit , um ihre Innovation und Wirkung in anderen Regionen weiter zu reproduzieren. Ziel ist es, diese Initiativen für die Replikation vorzubereiten, sie mit relevanten Replikationspartnern zu verbinden und die Replikation durch unsere Alumni-Community weiter zu unterstützen.

Hier können Sie sich weitere Informationen zum Zero-Projekt als PDF-Flyer herunterladen: